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{INSIDER} 16. April 2019

Ahhh, wie kann es sein, dass wir einen kompletten Monat mit Neuigkeiten verpasst haben??? Die Zeit rennt! Das sieht man auch am heutigen Insider - wieso sind unsere Kinder eigentlich so groß?

Wir werden oft gefragt, wie unsere "Missionarskinder" in unserer Arbeit involviert sind. Das ist eine interessante Frage, dessen Antwort sich über die Jahre stark entwickelt hat. Naomi, Noah und Leon sind definitiv von klein an daran gewöhnt, die Communities zu besuchen und haben keinerlei Berührungsängste mit den Menschen oder den schwierigen Umständen, die so offensichtlich sind. Wir sprechen oft und offen über die Herausforderungen, welche Armut, Trauma, Gewalt, Gangs und Drogensucht für die Menschen mit sich bringen. Schon mal versucht auf kindgerechte Art zu erklären, was Crystal Meth im Gehirn anrichtet?

Trotzdem war es in den ersten Jahren, besonders als Kleinkinder, echt schwer die drei so richtig zu involvieren. Bei Sibongile war es oft laut und wuselig, was unsere Kids nur lauter und wuseliger machte - Gespräche und Meetings wurden unmöglich. In 7de Laan war es noch herausfordernder, denn entweder konnten wir keine vollständigen Sätze mit Leuten führen, ohne das unsere Älteste schon sensible Details der Gespräche mitbekam oder der Jüngste fragwürdige Objekte vom sandigen Boden in den Mund nahm.

Doch seit einigen Jahren merken wir, dass es immer leichter wird, die Kids für konkrete Aufgaben einzuspannen, was ihnen wirklich das Gefühl gibt, sie "schaffen was" - das tut uns allen manchmal gut, und besonders Kindern. Ob Schreibwarenpakete für Schulkinder packen, Fische im Aquaponics System fangen und wiegen, Essen zu Weihnachten verteilen, Pesto machen und Etiketten aufkleben oder ihr Taschengeld für Brandopfer zusammenkratzen ... Die drei verstehen, worum es geht, können konkret anpacken und sehen am Ende das Ergebnis ihrer Mithilfe. Gleichzeitig wissen sie, es braucht so viel mehr, als Essenspakete, um die Probleme der Menschen zu lösen. Die Balance zu finden ist immer wieder ein Thema in Gesprächen am Esstisch.

Es ist nicht immer idyllisch als Familie in der Mission, und die Kids meckern auch mal gehörig, wenn wir nach 7de Laan fahren und sie keinen Bock haben. Wir würden auch gerne mehr mit den Kindern für die Menschen beten. Trotz allem können wir nur hoffen und vertrauen, dass diese kleinen Schritte schon mal ein Start dafür sind, in unseren Kindern die Gewohnheit des "Gebens, Dienens und Liebens" zu entwickeln.