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Über uns

Seit 2001 sind wir bei der internationalen und überkonfessionellen Missionsorganisation Jugend mit einer Mission (JMEM oder YWAM) aktiv. Das Motto von JMEM „Gott kennen und ihn bekannt machen“ haben wir uns zu eigen gemacht und leben und arbeiten deswegen seit Oktober 2005 in Südafrika als vollzeitliche Missionare mit dem Schwerpunkt "Kinder in Not". Im Februar 2008 wurden wir Mitarbeiter von YWAM Muizenberg, südlich von Kapstadt. Von hier arbeiten wir in den verschiedenen Projekten, die unter "Dienst" vorgestellt werden, und hier wohnen wir auch.

 

Was kann man noch "über uns" schreiben? Wir beantworten einfach mal ein paar häufig gestellte Fragen, die uns - naja - häufig gestellt werden.

 

Wie heißen Eure Kinder?

Unsere drei lebhaften Kids sind Naomi (25. September 2008), Noah (12. Juni 2010) und Leon (18. Mai 2013). Das Foto haben wir Heilig Abend 2014 auf unserer Terasse vor dem Essen gemacht, deswegen waren Einige sichtlich unglücklich. Und ja, wir feiern Weihnachten generell in kurzen Sachen.

 

Vermisst ihr Deutschland?

Südafrika ist wirklich zu unserem zu Hause geworden - unsere Kinder sind hier geboren, wie haben enge Freundschaften geschlossen, wir sind Teil einer guten Kirchengemeinde, wir können uns hier voll enfalten... Unsere Familien und Freunde in Deutschland sind natürlich nicht ersetzbar und so fällt uns die Entfernung manchmal schwer. Deutschland als Land vermissen wir kaum. Und wenns mal ganz hart auf hart kommt, holen wir uns eine Currywurst beim deutschen Imbiss in Kapstadt Zentrum und alles ist wieder gut.

 

Wie lange wollt ihr noch in Südafrika bleiben?

Wir sind auf unbestimmte Zeit in Südafrika. Solange wir noch ein Visum bekommen und Gott uns hier haben möchte, werden wir Südafrika unser Heimat- und Dienstland nennen.

 

Ich dachte, es sei unmöglich als Familie in der Mission zu leben. Stimmt das?

Es ist etwas schwieriger, aber nicht unmöglich! Finanziell hat Gott uns immer gesegnet, egal ob allein, verheiratet, mit einem oder drei Kindern in der Mission (und wir sind uns sicher, es geht auch mit mehr!). Familiär ist es schwieriger, da jetzt nicht nur Mamas und Papas, sondern auch Omas und Opas weit weg sind. Und eine Reise nach Deutschland ähnelt jetzt eher einem logistischem Megaprojekt als einem entspannten Flug. Da Arbeit und Leben sich in unserer Branche schlecht voneinander trennen lassen, müssen wir jetzt mehr aufpassen, dass wir als Familie nicht zu kurz kommen. Andererseits hat das den Vorteil, dass wir flexibel arbeiten können und einander viel sehen. Ein weiterer positiver Aspekt von Familie in Mission ist, dass unsere Kinder multikulturell aufwachsen und keine Berührungsängste vor Menschen in Armut oder Not haben. Wir finden es klasse!

 

Ist Justine noch im Dienst involviert?

Justine hat sich entschieden, hauptsächlich für unsere Kinder da zu sein und die Heimfront zu managen. Seit Januar 2014 unterrichtet sie auch unsere Kinder zu Hause, von daher gibt es genug zu tun. Da sehr viel von unserer Arbeit zu Hause passiert, beinhaltet das auch Volontären, Teams, anderen Mitarbeitern oder sonstigem zufälligem Besuch mit einem leckeren Spalke-Kaffee, was Süßem und einem offenen Ohr ein zweites zu Hause zu geben. Das macht ihr großen Spaß und so kriegt sie mit, was in den Projekten passiert, ohne die Kinder dorthin schleppen zu müssen. Justine kümmert sich auch um diese Webseite, den Newsletter und hilft bei größeren administrativen Projekten mit, wie z.B. Jahresberichten. Sie geht auch regelmäßig mit einer Freundin zu 7 De Laan, um den Mädchen und Frauen dort zu dienen. Damit sie diese Sachen regelmäßig machen kann, ist Marco an einem Nachmittag die Woche bei den Kindern (oder wenn notwendig auch öfter) und wir haben wöchentlich eine Kinderbetreuung, so dass Justine mehrere Stunden am Stück Büroarbeit erledigen kann.

 

Wovon lebt ihr?

Wir erhalten bei Jugend mit einer Mission keinen Lohn (siehe Menüpunkt “Unterstützen”) und so haben wir über die Jahre einen starken und treuen Unterstützerkreis aufgebaut (und bauen immer weiter). Der besteht aus Menschen, die uns und unsere Arbeit ins Herz geschlossen haben und uns monatlich oder einmalig mit kleinen und großen Summen den Lebensunterhalt ermöglichen. Wir können durch unsere regelmäßige Unterstützung leider nicht alle Privat- und Dienstkosten decken, und so sind wir auch ganz regelmäßig auf Gottes Versorgungswunder angewiesen.

 

Wie oft macht ihr Urlaub in Deutschland?

Nie! Das liegt daran, dass unsere Deutschlandaufenthalte kein Urlaub sind sondern Arbeitseinsätze (da muss man nur mal unsere Familien fragen...). Und die machen wir etwa alle 12 Monate, in Ausnahmefällen auch öfter. Dann reisen wir sehr viel, besuchen Partner und Sponsoren, stellen unsere Projekte vor und knüpfen neue Kontakte.

 

Was halten eure Eltern von eurem Leben und Arbeiten?

Es ist ihnen nicht leicht gefallen uns gehen zu lassen und besonders mit den Enkelkindern ist jeder Abschied schwer. Da helfen auch keine Videokonferenzen über Skype. Im Grunde genommen sind sie aber stolz auf uns und wissen, dass wir hier richtig sind. Sie würden es vielleicht nur nicht freiwillig zugeben :).

 

Habt ihr eine Ausbildung für das, was ihr macht?

Justine hat ihr Abitur gemacht und Marco ist Raumaustattermeister. Zählt das? Nein, wir haben keine formelle Ausbildung für das, was wir tun. Uns hat das Leben, Fehler und Erfolge gelehrt und wir versuchen täglich die Gaben, die Gott uns gegeben hat, zu gebrauchen. Und ehrlich gesagt fragen wir uns manchmal, welche Ausbildung uns auf die verrückten Herausforderungen, die wir täglich erleben, hätte vorbereiten können...

 

Erzieht ihr eure Kinder zweisprachig?

Wir sprechen zu Hause viel Englisch und Deutsch, haben aber unseren Kindern anfangs nur Deutsch beigebracht. Sobald die Kinder etwa 18-24 Monate alt sind, fangen wir intensiver mit Englisch an, auch zu Hause, wenn englischsprachiger Besuch da ist. Sie haben einige deutschsprachige Freunde, obwohl die meisten Englisch sprechen. Der Unterricht zu Hause findet zum größten Teil auf Englisch statt, obwoh wir alle gerne mal etwas Deutsch hineinmischen. Man kann sagen wir sind durch und durch eine bilinguale Familie!